Schlagzähigkeit - Schlagzugzähigkeit.

Die Schlagzähigkeit ist ein Maß für die Fähigkeit eines Werkstoffes, Stoßenergie und Schlagenergie zu absorbieren, ohne dabei zu brechen.
Gemessen wird die Schlagzähigkeit mit Hilfe eines Schlaghammers. Die Schlagzähigkeit wird berechnet als das Verhältnis aus Schlagarbeit und Probenkörperquerschnitt (Maßeinheit kJ∕m²).
Die Schlagzähigkeit kann durch verschiedene Arten des Schlagversuchs auf einem geeichten Schlagpendel bestimmt werden.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Schlagzähigkeit (Dynstat) gemäß DIN 53435
  • Charpy Schlagzähigkeit gemäß ISO 179
  • Schlagzugzähigkeit nach DIN 53448
  • Izod Schlagzähigkeit gemäß EN ISO 180
  • Fallbolzentest nach DIN EN ISO 6603

Schlagbiegeversuch nach DYNSTAT gemäß DIN 53435

Wenn keine Prüfkörper nach ISO (80x10x4mm) zur Verfügung stehen, wird die Ermittlung der Zähigkeitseigenschaften mittels DYNSTAT Anordnung angewendet.

Schlagbiegeversuch nach Charpy gemäß DIN EN ISO 179 zur Ermittlung der Schlagzähigkeit ungekerbter Probenkörper

Der Schlagbiegeversuch nach Charpy ist nach DIN EN ISO 179 genormt und dient der Beurteilung der Zähigkeit von Kunststoffen bei schlagartiger Beanspruchung unter Verwendung ungekerbter Probenkörper. Bei der Charpy-Anordnung wird der Probenkörper auf zwei Stützen positioniert und in der Mitte durch einen Pendelhammer eines Pendelschlagwerkes schlagartig beansprucht.

Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy gemäß DIN EN ISO 179 zur Ermittlung der Kerbschlagzähigkeit gekerbter Probenkörper

Bei dieser mechanischen Prüfung wird ein genormter Probenkörper des zu untersuchenden Materials – entweder mit U- oder V-förmiger Kerbe – von einem herunterfallenden Pendelhammer auf die ungekerbte Rückseite des Probenkörpers getroffen.
Durch den Aufschlag auf den Probenkörper gibt der Hammer einen gewissen Teil seiner Energie ab und es findet eine starke plastische Verformung statt. Die dabei anfänglich im Hammer vorhandene kinetische Energie wird verbraucht und der Probenkörper wird zerschlagen.

Schlagbiegeversuch nach Izod gemäß DIN EN ISO 180 zur Ermittlung der Schlagzähigkeit gekerbter Probenkörper

Die Bestimmung der IZOD-Schlagzähigkeit ist nach DIN EN ISO 180 genormt und erfolgt sowohl für steife thermoplastische Spitzguss- und Extrusionsformmassen, duroplastische Werkstoffe und thermotrope flüssigkristalline Polymere als auch für gefüllte und verstärkte Werkstoffe. Der Einsatz gekerbter Probenkörper ist notwendig, um bei duktilen Werkstoffen einen Bruch zu erzeugen.

Je nachdem wie viel Energie die Probe beim Kerbschlagbiegeversuch aufgenommen hat schwingt der Pendelhammer auf der anderen Seite aus und ein Schleppzeiger am Gerät dokumentiert diesen. Je nach Zähigkeit vom eingesetzten Werkstoff schwingt der Hammer unterschiedlich weit aus.

Schlagzugversuch zur Ermittlung der Schlagzugzähigkeit ungekerbter und gekerbter Probenkörper

Die Schlagzugzähigkeit wird mit dem Schlagzugversuch bestimmt. Er wird gemäß DIN 53448 häufig mit einem Pendelschlagwerk durchgeführt. Dabei wird eine Zugprobe so eingespannt, dass diese durch den Pendelhammer gestreckt oder abgerissen wird.

Ermittlung der Schlagzähigkeit an einer Prüfmaschine mit Pendelschlagwerk

Charpy Schlagzähigkeit, Probe ungekerbt (Quelle: Zwick)

Schlagzugzähigkeit (Quelle: Zwick)