Schichtdickenmessung im Querschliff/Querschnitt nach EN ISO 2808.

Die Schichtdicke ist die Materialdicke eines oder mehrerer Überzüge auf einem Untergrund. Ein Überzug kann dabei sowohl organischen Ursprungs sein – beispielsweise eine Lackschicht – als auch anorganischen Ursprungs, beispielsweise die Metallschicht eines Galvanisierungsprozesses.

Wozu auch immer eine Beschichtung gedacht ist – eine Schichtdickenmessung ist bei Beschichtungen unterschiedlichster Art erforderlich und dient der Qualitätskontrolle. Sie erfolgt sowohl in der  Wareneingangskontrolle, während des Fertigungsprozesses und in der Endkontrolle.

Es gibt verschiedene Verfahren, um die Schichtdicke zu messen, wobei wir die mikroskopische Schichtdickenmessmethode im Querschliff/Querschnitt einsetzen, die vielfach als Schiedsverfahren zur Überprüfung und Kalibrierung aller anderen Schichtdickenmessverfahren herangezogen wird.

Ablauf einer Schichtdickenmessung im Querschliff:

Für die Präparation eines Querschliffes wird aus dem zu untersuchenden Teil eine Probe entnommen, diese in Einbettmasse eingebettet, geschliffen und poliert. Da hierbei das zu untersuchende Teil zerstört wird, sollten zusätzlich vergleichbare Referenzobjekte vorliegen.

Anschließend an die Probenpräparation kann die Dicke der Beschichtung bei einer bestimmten Vergrößerung ausgemessen werden.
Es kann auch der Schichtaufbau, wenn mehrere Schichten vorhanden sind, gemessen werden, sofern sich diese optisch unterscheiden und darstellen lassen.
Die Messung ist unabhängig von der Zusammensetzung der Schicht und des Grundwerkstoffes.
Zusätzlich ist auch die Beurteilung der Beschichtung (Fehler durch Einschlüsse, Abplatzungen etc.) möglich.

Fallbeispiele: Bestimmung von Schichtdicken galvanisierter Kunststoffteile am REM

Abbildung 1: Von unten nach oben: Substrat-Kupfer-Nickel

Abbildung 2: Im Bereich der Werkzeugtrennung kommt es zum Riss der Nickelschicht (Pfeil)

Abbildung 3: Die Beschichtung ist im Bereich der Werkzeugtrennung aufgebrochen