Klimawechseltest.

Teile, Baugruppen oder technische Produkte sind während ihrer Lebensdauer einer Vielzahl an Umwelteinflüssen ausgesetzt, die die Funktion und/oder das Aussehen des Bauteils mehr oder weniger stark beeinflussen und eventuell die Lebensdauer reduzieren.
Wir simulieren in unseren Klimatests das Langzeitverhalten dieser Teile unter verschärften äußeren Bedingungen, um Schwachpunkte aufzudecken und spätere Schadensfälle und Reklamationen zu vermeiden.

Die Automobilbranche hat beispielsweise für ihre Produkte, die sie weltweit vermarktet, Klimawechseltests entwickelt, die sich dadurch auszeichnen, dass sich Salznebelsprühphasen mit Phasen hoher oder niedriger Temperatur, hoher und niedriger Luftfeuchte als auch mit Ruhephasen abwechseln. Diese Variationen an Salzkonzentration, Luftfeuchte und Temperatur bewirken, dass sich die Korrosionsumgebung am Werkstoff/Bauteil immer wieder ändert.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Klimawechseltest gemäß PV 1200 / PV2005, PR 303.5, DBL 8465 (VW, BMW, Daimler)
  • Klimalagerung mit Feuchtigkeit
  • Wärmelagerung / Temperaturlagerung
  • Kältelagerung bis -40 °C
  • Drucklagerung und Dampfsterilisation im Autoklav
  • Hydrolyselagerung
  • Konditionierung von PA-Bauteilen in demineralisiertem Wasser
  • Konditionierung bei Normalklima (23°C, 50% rel. Luftfeuchte) in der Klimakammer

Klimawechseltest gemäß PV 1200 / PV2005, PR 303.5, DBL 8465 (VW, BMW, Daimler)

Die Durchführung des Klimawechseltests erfolgt nach DIN, Sonderprogrammen oder nach Werksnormen der Hersteller – mit und ohne Feuchteregelung nach DIN EN 60068.
Beispiele aus dem Automotive-Bereich:
Daimler: DBL 5306.5.2 – Tropenklima-Wechsellagerung
BMW-Norm: Pr.303.4 – Klimawechseltest
VW Norm: PV1200; PV2005, PR 303.5, DBL 8465 (VW, BMW, Daimler)

Die Prüfvorschrift PV 1200 der Volkswagen AG (VW /Audi) dient zur Überprüfung der Klimawechselbeständigkeit und beschreibt einen zyklischen Klimawechseltest (+80°C / -40°C) an Fahrzeugteilen. Durch die PV 1200 soll das Verhalten der Prüfteile bei Temperatur- und Feuchtewechsel beurteilt werden, beispielsweise hinsichtlich Rissbildung, Verformung, Ablösung. Sie dient als Kurzzeit-Test mit Zeitrafferwirkung.

Wärme- und Kältelagerung, Temperaturwechseltest und deren Auswirkungen auf Materialien

Polymere Werkstoffe sind  in den verschiedensten Anwendungen unterschiedlichsten Einsatzbedingungen unterworfen. Da die Eigenschaften von Kunststoffen stark temperaturabhängig sind und auch geringe Temperaturen bereits zu einer erkennbaren Alterung führen können, ist es wichtig zu prüfen, wie sich die Einsatztemperatur über eine bestimmte Dauer auf das für eine bestimmte Anwendung ausgewähltes Material auswirkt.

Polymere Werkstoffe unterliegen einer Alterung, die nicht selten auf Temperatureinwirkungen zurückzuführen sind. So führen Spannungen im Kunststoff z.B. unter Wärmeeinwirkung zu einem Verzug des Bauteils (Verformung) und damit zu Problemen, was die Passgenauigkeit innerhalb einer Baugruppe angeht.

Möchte man Werte zur Alterung ermitteln, besteht die  Herausforderung darin, die Prüfdauer möglichst gering zu halten und dennoch aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.
Insbesondere bei häufig wechselnden Temperaturen durch Temperaturwechseltests können beispielsweise bei Metallen und Kunststoffen – bedingt durch die verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten der Werkstoffe – Risse oder Materialablösungen entstehen.
Auch kann man häufig eine Versprödung des Materials oder eine Veränderung der mechanischen Festigkeit beobachten. Aus diesem Grund empfehlen wir, Klimalagerungen mit weiteren Überprüfungen der Produkteigenschaften (Härte, Festigkeit, Haftfestigkeit) vor und nach einer Klimalagerung zu kombinieren.