UV-Bestrahlung.

Der Klimawandel macht den Nachweis der UV-Beständigkeit von Kunststoffen und Beschichtungen immer wichtiger. Wir stellen die Langlebigkeit Ihrer Materialien und Produkte auf den Prüfstand und passen die klimatischen Rahmenbedingungen Ihren individuellen Vorgaben an.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Künstliche Bestrahlung oder Bewitterung nach DIN EN ISO 4892-2
  • Sonnenlichtsimulation gemäß DIN 75220
  • Bestimmung der Heißlichtechtheit gemäß PV 1303
  • Heißlichtalterung gemäß DIN EN ISO 105-B06

Künstliche Bestrahlung oder Bewitterung nach DIN EN ISO 4892-2

Die Norm beschreibt das künstliche Bestrahlen oder Bewittern in Geräten (Kunststoffe – Methoden zur Exposition mit Laborlichtquellen – Teil 2: Xenon-Lichtbogenlampen). Die Beurteilung der Alterung der Proben nach Bestrahlung erfolgt z.B. anhand physikalisch technologischer Kennwerte, die vergleichend an unbestrahlten und bestrahlten Proben durchgeführt werden, z.B. in Form von Zugversuchen.

Im täglichen Sprachgebrauch wird mit UV-Beständigkeit meist die Materialbeständigkeit eines Bauteils / Produkts bei Lagerung im Freien angesehen. Naturgemäß umfasst eine Lagerung im Freien neben der Einwirkung des UV-Anteils des Sonnenlichtes viele weitere alterungsrelevante Einflüsse, beispielsweise die Einwirkung von Wind, Nässe, unterschiedliche Temperaturen, Schadstoffen u.a. Die Simulation all dieser Einflussgrößen in einem einzigen Laborversuch ist unmöglich.
Somit stellt die zeitraffende Alterung eines Bauteils / Produkts durch UV- Licht, beispielsweise unter Verwendung gefilterter Xenonbogenstrahlung, lediglich einen Teilaspekt der Beständigkeit gegen Freibewitterungseinflüsse dar und erlaubt daher lediglich eine grobe Einschätzung des möglichen Verhaltens unter realen Freibewitterungsbedingungen.
Von Bewitterung statt Bestrahlung spricht man, wenn das Bauteil / Produkt während der Bestrahlung zusätzlich in festgelegten Zyklen mit Wasser besprüht wird.
Gesicherte Aussagen zur Beständigkeit von Kunststoffen lassen sich nur aus Freibewitterungsversuchen unter Realbedingungen ermitteln. Da jedoch Freibewitterungsversuche recht langwierig sind, werden diese daher in der Praxis nur selten durchgeführt.

Sonnenlichtsimulation gemäß DIN 75220

Die DIN 75220 beschreibt die Bestrahlung von Kfz Innen- und Außenbauteilen in einer Sonnensimulationskammer. Wir unterscheiden dabei in Zyklus- und Dauerprüfungen, parallel ist auch eine Klimabeanspruchung (Feuchte, Temperatur) abbildbar.

Der Einfluss der Sonneneinstrahlung auf Werkstoffe, Materialien, Produkte etc. ist hoch. Das Spektrum dieser Strahlung reicht von 100 nm bis 4.000 nm und gliedert sich in UVC, UVB, UVA, die sichtbaren und infraroten Bereiche.
Besonders kurzwellige Strahlung hat Auswirkungen auf die meisten Werkstoffe. Vor ihrer Freigabe müssen Produkte deshalb der Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden – beispielweise in Freifeld-Bewitterungsanlagen oder in speziellen Klimakammern mit integrierter Sonnensimulation. In diesen Kammern können nahezu alle Umweltbedingungen realisiert werden (Sonnenbestrahlung, Kälte, Hitze, Regen, Höhe).

Bestimmung der Heißlichtechtheit gemäß PV 1303

Die Prüfnorm PV 1303 der Volkswagen AG (VW/ Audi) beschreibt die Heißbelichtung von Bauteilen (nichtmetallischen Werkstoffen)der Fahrzeuginnenraumausstattung zur Bestimmung der Farbechtheit und Beständigkeit gegen Licht und Wärme.

Heißlichtalterung gemäß DIN EN ISO 105-B06

Die DIN EN ISO 105-B06 beschreibt das Verfahren zur Überprüfung der Farbechtheit und Alterung gegen künstliches Licht bei hohen Temperaturen (Prüfung mit der Xenonbogenlampe).