Farbmessung nach DIN 50331 /DIN 6174

Farbmessungen spielen in vielen Fertigungsbereichen eine wichtige Rolle und erfordern die Messung feinster Farbunterschiede, die vom menschlichen Auge nicht verlässlich erkannt werden können.
Die objektive Messung von Farben (Farbmetrik, Kolorimetrie) dient zur Beschreibung der Farbwirkung (Chromatizität) von Proben mittels objektiver Zahlen, also unabhängig von dem subjektiven Farbeindruck eines Beobachters.
Wir ermöglichen durch den Einsatz eines portablen Farbmess-Systems vor Ort die Lösung farbrelevanter Problemstellungen:
Farbkontrolle – auch an unzugänglichen oder bereits in den Fertigungsprozess eingebundenen Messobjekten. Wir ermitteln mobil, präzise und zuverlässige Ergebnisse vor Ihren Augen.

Blau ist nicht gleich blau: Die Farbwahrnehmung bei Frauen und Männern ist unterschiedlich

Wussten Sie, dass beide Geschlechter die Unterschiede der Farbtöne gleich wahrnehmen, aber Männer das gesamte Farbspektrum etwas bläulicher sehen? Während sich das menschliche Auge für die genaue Beurteilung von Farben nicht eignet, ist dies mit einem Farbmessgerät ganz einfach.
Es liefert numerische Ergebnisse auf der Basis international genormter Standards.
Die Einsatzbereiche von Farbmessungen sind sehr vielseitig: Farbkontrollen an Lackoberflächen, Kunststoffen, Metallen, Textilien und sogar Lebensmitteln. Die kleinste messbare Fläche beträgt 3 mm im Durchmesser.
Werden Farben unter verschiedenen Lichtarten betrachtet, können sie unterschiedlich erscheinen. Man spricht hier von Metamerie, die anhand der gemessenen spektralen Reflexionskurven erkannt wird.

Farbmessung nach CIELAB

Diese Farbmessungen werden mittels eines Spektralphotometers durchgeführt, welche die Remissionswerte des sichtbaren Lichts von infrarot bis ultraviolett vermisst. Dadurch kann die Farbe definiert und Farbabweichungen berechnet werden. Die Messungen erfolgen unter definierter UV-Beleuchtung und Geometrie. Die Ermittlung von Farbzahlen beschreibt beispielsweise die DIN 5033-3 oder DIN 6174,
Farbdifferenzen die ISO 7724-3.

Das von uns eingesetzte Spektrophotometer prüft auch, ob Farben optische Aufheller oder UV-Schutzmittel (Stabilisatoren) enthalten oder Farbrezepturen eingehalten wurden.
Wir können auch verschiedenartige Oberflächen, zum Beispiel glatte mit matten Strukturen vergleichen, indem die Farbe mit oder ohne Glanz gemessen wird.

Ein Graumaßstab dient zur Bewertung der Änderung von Farben und wird somit immer vergleichend eingesetzt (beispielsweise behandelte gegen unbehandelte Oberfläche). Er besteht aus Kontraststufen, die mit dem Auge zugeordnet werden und erfasst daher neben der eigentlichen Farbe auch Eigenschaften der visuellen Farbwahrnehmung wie beispielsweise Rauheit oder Glanz.

Mehrwinkel-Glanzmessung nach DIN 67530 / DIN EN ISO 2813

Ergänzend zur Farbmessung wird häufig eine Glanzmessung erforderlich. Glanz ist eine visuelle Wahrnehmung, die bei der Betrachtung einer

Oberfläche entsteht. Die Glanzwahrnehmung ist umso ausgeprägter, je gerichteter das Licht reflektiert wird.

Nur die Kombination beider Parameter (Farbe und Glanz) erlaubt eine Beurteilung des optischen Erscheinungsbildes einer Oberfläche.
Die Glanzbestimmung erfolgt mit einem Reflektometer unter einem bestimmten Winkel und wird auf einen Standard, beispielsweise poliertes Schwarzglas, bezogen. Eine solche Messung beschreibt die DIN EN ISO 2813.
Zur besseren Differenzierung der Messwerte misst man je nach Glanz mit unterschiedlichen Messwinkeln: Hochglanz 20°, Mittelglanz 60° und Mattglanz 85°. Als Messgerät werden heutzutage sog. „TriGloss” Geräte benutzt, die alle drei Winkel messen können.